Domina glaubt, den Grund zu kennen: „In der Schule wird nicht mehr gezüchtigt!“

SM-Klassiker bald Geschichte? Rohrstock-Fans sterben aus!

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Domina Dangerous Diva züchtigt einen Gast mit dem Rohrstock. 
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Der Klassiker der SM-Praktiken steht vor dem Aus: Die Englische Erziehung – also die Rohrstock-auf-den-Po-Nummer! Der Grund: Die Männer, die so etwas mögen, sind überaltert. Und der Nachwuchs steht offenbar auf andere Spielchen. Von Christian Reinartz

Region Rhein-Main – „Es werden immer weniger Männer, die die klassische Englische Erziehung wollen“, sagt Domina Dangerous Diva . Sie ist seit mehr als 20 Jahren im Geschäft und leitet in Offenbach das „Atelier du Bon“, eines der größten SM-Studios in Rhein-Main. Die sogenannte Englische Erziehung, das ist die Vorliebe für Übers-Knie-gelegt-werden und Rohrstock-Züchtigung. „Diese Praktik ist eigentlich der absolute Klassiker des BDSM und war Jahrzehnte, wenn nicht gar noch länger der unangefochtene Spitzenreiter“, sagt Dangerous Diva.

Doch seit einiger Zeit ist die Szene offenbar im Wandel. „Die Männer, die darauf stehen, sind oft schon sehr alt“, erklärt die Diva. „Nach und nach sterben sie einfach weg.“ Zwar gebe es immer auch mal jüngere Gäste, die die Englische Erziehung einfordern, aber deren Anteil sei nur gering.

Warum also sinkt die Nachfrage nach dem Rohrstock gerade in einer Zeit, in der der Umgang mit SM-Praktiken liberaler denn je ist? „Es liegt meiner Meinung nach vor allem daran, dass die Generation, die in der Schulzeit noch gezüchtigt worden ist, langsam ausstirbt.“ Sie ist überzeugt, dass es einen Zusammenhang gibt zwischen der Züchtigung von Lehrerin und Eltern im Kindesalter und der späteren Vorliebe für die klassische Englische Erziehung mit Rohrstock. „Und da seit Jahrzehnten Gott sei Dank keiner mehr in der Schule gezüchtigt wird, gibt es auch keinen nennenswerten Nachwuchs mehr.“

Kriminal-Psychologin Lydia Benecke, die auch zum Thema BDSM forscht, sagt: „Das ist eine wirklich gute Annahme, die sicher auch in die richtige Richtung geht.“ Allerdings stellt sie klar: „Bis heute ist ungeklärt, welche Faktoren sexuelle Fantasien auslösen. Es gibt zwar Theorien, aber man kann es eben nicht sicher testen.“ Deswegen sei es schwierig, ein solches Phänomen eindeutig wissenschaftlich zu erklären. Dennoch sagt sie: „Sogenannte Konditionierungsprozesse können eine Rolle spielen, wobei Reize und Reaktionen im Gehirn miteinander verknüpft werden. Das allein reicht als Erklärung aber nicht aus, da viele Männer mit ähnlichen Kindheitserlebnissen keine solchen Vorlieben entwickelt haben. Genetische Grundlagen scheinen auch eine Rolle zu spielen. Menschliche Sexualität hängt eben von einem Zusammenspiel unterschiedlicher Faktoren ab.“

Allerdings gibt sie auch zu bedenken: „Fetische unterliegen schon immer einer kulturellen Veränderung und dem Wandel.“ Früher habe man mehr auf Wolle gestanden, was dann im Lauf der Zeit durch Latex abgelöst wurde. „So ähnlich könnte es auch jetzt mit den Rohrstock-Liebhabern geschehen.“

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