Forderung des Branchenverbands

Kommt in Deutschland jetzt die Pornosperre im Netz?

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Der Erotik-Verband will gegen die großen Pornoseiten im Netz vorgehen.

Der Bundesverband Erotik Handel e.V. nimmt die großen Gratis-Pornoseiten ins Visier. Die kostenlosen Inhalte sollen aus dem Netz verschwinden.

Schluss mit den Gratis-Porno im Netz! Das fordert der Bundesverband Erotik Handel e.V. (BEH) in einer aktuellen Stellungnahme. Dabei kritisiert der Branchenverband, dass sich in den letzten Jahr trotz Verstöße gegen Strafrecht und Jugendschutz nicht viel verbessert habe.

Porno-Verband geht gegen Porno-Plattformen vor

Die kostenlosen Porno-Plattformen wie PornHub oder YouPorn sollen verschwinden. Dazu hat der Verband den Anwalt Arndt Kempgens eingeschaltet, der nun die Bundesfamilienministerin Katarina Barley sowie den Bundesjustizminister Heiko Maas ausgefordert hat, dass endlich "effektive Maßnahmen gegen die jugendgefährdende Verbreitung pornografischer Inhalte im Internet" durchgeführt werden sollen, wie die Westdeutsche Allgemeine Zeitung berichtet. Außerdem adressierte der Anwalt die Telekom mit der Forderung, Minderjährigen den Zugriff auf Webseiten mit Porno-Inhalten zu verweigern.

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Erotik-Industrie wehrt sich gegen Gratis-Mentalität im Netz

Dass die Branche nun diese drastischen Forderungen stellt, ist nicht verwunderlich. Die konventionelle Erotik-Industrie leidet stark unter den riesigen Pornoseiten, die ihre Inhalte kostenlos für jedermann zugänglich machen. Im Gespräch mit bild.de erklärt der Jurist, dass es dabei natürlich "auch um wirtschaftliche Interessen" gehe. Die Branche stehe unter enormem Druck. "So wie Plattenfirmen gegen das freie Anbieten von Musik sind, ist auch die Erotik-Branche davon betroffen." Die Gratis-Mentalität bringe die Branche so sehr in Bedrängnis, dass es "für einige Darsteller und Produktionsfirmen ziemlich eng" wird.

Auch Darsteller unterstützen die Forderung

Neben der Erotikmesse Venus Berlin GmbH unterstützen auch einige Darsteller das Anliegen des Verbandes, so zum Beispiel das 21-jährige Camgirl Luna Love: "Ich bin natürlich dagegen, dass nicht altersverifiziert Pornos geschaut werden," meint sie zu bild.de. "Ich finde das nicht gut, wenn man die Pornos einfach so angucken kann. Abgesehen davon werden dann auch viele Raubkopien gemacht, was für uns natürlich nicht gut ist."

Was dem BEH jedoch einen Strich durch die Rechnung machen könnte, ist die Tatsache, dass die Betreiber der Seiten von der Staatsanwaltschaft nicht belangt werden können. Die Server befinden sich größtenteils im Ausland, weshalb ein Verfahren voraussichtlich wieder eingestellt werden würde.

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